Es isch högschti Ziit för d‘Elteraziit!

In Liechtenstein gibt es derzeit 20 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub und 4 Monate unbezahlten (!) Elternurlaub. Durch die Mitgliedschaft im EWR und einer damit zusammenhängenden Richtlinie der EU ist Liechtenstein verpflichtet, bis August 2022 einen zweiwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaub einzuführen.

Es sollte heute selbstverständlich sein, dass Frauen – auch wenn sie Mutter werden – die gleichen Karrierechancen haben wie Männer. Gleichzeitig sollen Männer die Möglichkeit erhalten, aktiver an der Erziehung teilzunehmen. Der Status quo unterstützt aber bloss das „traditionelle“ Familienmodell, bei welchem der Mann arbeitet und die Frau sich zuhause um den Haushalt sowie die Kinder kümmert. Dabei sollte es doch allen Eltern frei stehen, das für sie passende Modell zu wählen.

Hier sehen wir die Chance für eine liechtensteinische Lösung: Die flexible und bezahlte Elternzeit.

Mehr Flexibilität für werdende Eltern!

Vorteile einer Elternzeit

Flexibilität für werdende Eltern

Verbesserung der Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Familienmodellen, so dass sich Eltern individuell für das passende Angebot entscheiden können.

Förderung Geschlechter-gleichstellung

Junge Frauen werden auch im Jahr 2020 in der Entwicklung einer Karriere durch die Karenzzeit ausgebremst, weil viele Arbeitgeber die Ausfälle fürchten. Bei einer bezahlten Elternzeit kann man diesem Umstand entgegenwirken und gleichzeitig das Potenzial der Frauen besser nutzen.

Stärkung Wirtschafts-standort

Liechtenstein gehört überall zur Spitze. Überall? Nicht ganz. Wenn es um die Betreuung von Kindern in den ersten Wochen nach der Geburt geht, gehören wir zu Europas Schlusslichtern.

Aktuelle Medienberichte

Filter

Pressebericht

Übergabe der Petition IG Elternzeit – Radio L

11. August 2021
Bericht von Radio Liechtenstein bezüglich der Übergabe der Petition der IG Elternzeit an den Landtagspräsidenten Albert Frick am 11.08.2021
Pressebericht

IG Elternzeit übergibt Petition

10. August 2021
Veröffentlicht im Volksblatt am 10.08.2021. VADUZ - Am Dienstag haben Sarah Nägele und Orlando Wanner die Petition zum Elternurlaub im Namen der IG Elternzeit nun an Landtagspräsident Albert Frick übergeben.…
Pressebericht

«Wir wollten nicht einfach die EU-Richtlinie übernehmen, sondern eine liechtensteinische Lösung»

1. August 2021
Veröffentlicht im Volksblatt am 01.08.2021. SCHAAN - In spätestens einem Jahr muss Liechtenstein eine EU-Richtlinie umsetzen, die einen bezahlten Vaterschafts- sowie Elternurlaub vorsieht. Vergangenes Jahr formierte sich die IG Elternzeit,…
Pressebericht

IG Elternzeit legt konkreten Vorschlag vor

20. Juli 2021
Veröffentlicht im Liechtensteiner Vaterland am 20.07.2021 von Manuela Schädler. Die IG Elternzeit überreicht im August eine Petition an den Landtag. Ein Zwei-Phasen-Modell soll den Elternurlaub neu regeln.Die bezahlte Elternzeit nach…
Pressebericht

Petition IG Elternzeit im RadioL

19. Juli 2021
Bericht von Radio Liechtenstein am 19.07.2021
PETITION

Petition der IG Elternzeit

19. Juli 2021
Mittels Petition fordert die IG Elternzeit vom Landtag, einen Vorschlag zur Einführung einer flexiblen, bezahlten. Nachfolgend kann die Petition, das Grundlagenpapier sowie ein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten…
Pressebericht

Rahmenbedingungen bestmöglich weiterentwickeln

5. Januar 2021
Veröffentlicht im Volksblatt am 01. Dezember 2020 von Jnes Rampone-Wanger. Stephan Agnolazza-Hoop und Orlando Wanner setzen sich zusammen mit Sarah und Lino Nägele für mehr Elternzeit ein. Heute gewährt Liechtenstein einer…
Pressebericht

Neue Strukturen werden möglich sein

28. Dezember 2020
Veröffentlicht in der Liewo am 13.12.2020 von Melanie Steiger. Die IG Elternzeit hat sich zum Ziel gesetzt, ein Modell für eine individuelle und bezahlte Elternzeit für Liechtenstein auszuarbeiten.Was hat euch…
Pressemitteilung

Familien im Land unterstützen

22. Oktober 2020
Am Dienstagabend fand die Gründungsversammlung der „IG Elternzeit Liechtenstein“ statt.Über 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Initianten der „IG Elternzeit“ an ihrer Gründungsversammlung begrüssen - ein Erfolg, wie Co-Initiant Lino…
Pressebericht

Elterazit im RadioL

22. Oktober 2020
Bericht von Radio Liechtenstein am 21.10.2020
Pressemitteilung

Einladung zur Gründungs-Veranstaltung der IG Elternzeit Liechtenstein

9. Oktober 2020
Die Gleichstellung von Frau und Mann sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören zu den meist diskutiertesten Themen in Liechtenstein. Die Einführung einer bezahlten Elternzeit würde beides fördern. Drum…
Pressemitteilung

Warum wir eine liechtensteinische Elternzeit brauchen

21. September 2020
Die Gleichstellung von Frau und Mann sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören zu den meist diskutiertesten Themen in Liechtenstein. Die Einführung einer bezahlten Elternzeit würde beides fördern. Von…
Pressebericht

Elterazit im RadioL

21. September 2020
Bericht von Radio Liechtenstein am 17.09.2020
Leserbrief

«Högschti Ziit för d’Elteraziit»

16. September 2020
Im europäischen Vergleich schwingt Liechtenstein in vielem oben auf. Sei es die wirtschaftliche Stärke, das durchschnittliche Einkommen oder die niedrige Sozialquote – wir gehören überall zur Spitze. Überall? Nicht ganz.…
Pressebericht

Elternzeit macht Unternehmen attraktiver

17. September 2019
Veröffentlicht im Liechtensteiner Vaterland am 17.09.2020 von Damian Becker. Die «IG Elternzeit» setzt sich für die Einführung einer Elternzeit in Liechtenstein ein. Das Vorhaben könnte Unternehmen nützen.Die Elternzeit ist in…

Unser Vorstand

Initiant und Co-Präsident

Lino Nägele

Für griffige Massnahmen zur Förderung von Familie und Beruf sowie Gleichstellung

Vorstandsmitglied

Sarah Nägele

Das Wohl der Kinder muss im Mittelpunkt stehen. Ich sehe in der Elternzeit eine Chance, deren Bindung zu beiden Elternteilen zu stärken.

Initiant und Co-Präsident

Stephan Agnolazza-Hoop

Mit der Einführung der Elternzeit können wir einen echten Beitrag zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.

Initiant und Kassier

Orlando Wanner

Mehr Eigenverantwortung zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Fragen & Antworten

Was sind die wesentlichen Unterschiede des Vorschlags der IG Elternzeit zur heutigen gesetzlichen Regelung?

Der Vorschlag ermöglicht eine flexible Gestaltung der Elternzeit. Die Eltern können
weitestgehend selber entscheiden, wie sie sich, insbesondere im ersten Lebensjahr, des Kindes organisieren – dies wurde bisher vom Staat vorgegeben. Des Weiteren beinhaltet der Vorschlag neben zusätzlichen bezahlten Wochen eine insgesamt längere Elternzeit. Die Unterschiede sind in den nachfolgenden Grafiken klar ersichtlich:

Weshalb lässt die IG Elternzeit den bestehenden Mutterschaftsurlaub nicht unverändert und ergänzt diesen mit einer zusätzlichen Elternzeit?

Unser Ziel ist es, eine so flexible Elternzeit wie möglich – im Rahmen der bereits geltenden EU-Richtlinie sowie im Bereich der EU-Richtlinie, welche im August 2022 in Kraft tritt – zu realisieren. Die bereits bestehende Regelung des Mutterschaftsurlaub in Liechtenstein ist nicht dafür ausgelegt. Individuelle Familienmodelle können erst durch flexibel gestaltbare Lösungen funktionieren. Die IG Elternzeit möchte deshalb nicht nur EU-Recht übernehmen, sondern dies auch massgeschneidert für das Land Liechtenstein anwenden.

Kann der Vater und die Mutter gleichzeitig Elternzeit beziehen?

Die Vaterschaftszeit von zwei Wochen wird direkt nach der Geburt des Kindes parallel zum Mutterschutz bezogen. Ansonsten ist nicht vorgesehen, dass beide Eltern zur gleichen Zeit zuhause sind. So kann das Kind möglichst lange von einem der beiden Elternteile betreut werden.

Und kann die Zeit auch zu Teilen bezogen werden, in Form eines Teilzeitbezugs?

Ja, das ist möglich. Wenn beispielsweise die Mutter nach der Geburt einer Arbeit mit dem Pensum von 40% nachgeht, kann der Vater in dieser Zeit zu 40% Elternzeit beziehen und so das Kind betreuen. Die Elternzeit kann ebenfalls unabhängig voneinander in Teilzeit bezogen werden, auch wenn zum Beispiel nur die Mutter Elternzeit bezieht. Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass die Eltern möglichst lange Zuhause beim Kind bleiben können.

Weshalb gibt es keinen Minimalbetrag bei der vergüteten Bindungsphase?

Dies wäre eine totale Umkehrung zur jetzigen Vergütung. Es könnte zu einer finanziellen Bevorzugung führen, wenn die Eltern oder ein Elternteil weniger als den Minimalbetrag verdient hatten. Zudem könnte es in Einzelfällen zu einer Abwertung der Kennenlernphase führen, die anhand des versicherten Lohnes vergütet wird, indem man dann eventuell mehr Geld in der Bindungsphase als in der Zeit davor. Diese Ungleichheiten wollen wir verhindern.

Gibt es Abweichungen zwischen dem Vorschlag der IG Elternzeit und der kommenden EU Richtlinie?

Die kommende EU-Richtlinie gibt einen relativ losen Rahmen vor und ist vage formuliert. Unser Vorschlag benennt nun Formulierungen wie ,,angemessen bezahlt‘‘ und legt einen für Liechtenstein angemessenen Betrag fest. Wir halten mit der liechtensteinischen Elternzeit die Rahmenbedingungen der EU-Richtlinie ein und binden diese in die liechtensteinischen sozialrechtlichen Strukturen ein.

Weshalb hat die IG Elternzeit die Artikel 6 und 7 der EU-Richtlinie nicht miteinbezogen?

Weil es weit über die Elternzeit hinaus geht und wir uns auf unser Kernthema spezialisiert haben.

Bis wann muss die EU-Richtlinie umgesetzt werden?

Die Elternzeit sowie die Vaterschaftszeit muss, der EU-Richtlinie entsprechend, bis im August 2022 umgesetzt werden.

Weshalb hat die IG Elternzeit eine Petition eingereicht und keine Initiative oder eine Interpellation?

Wir haben diverse Instrumente geprüft, wie wir unsere Ideen einbringen wollen.
Anschliessend haben wir uns aus drei Gründen für eine Petition entschieden. Die aktuelle Datenlage ist, gerade was die Finanzierung betrifft, äusserst dünn. Daran haben auch Rückfragen bei diversen Verbänden und Ämtern nichts geändert. Die Regierung hat hier weit mehr Möglichkeiten, um an geeignetes Zahlenmaterial zu gelangen. Deshalb macht es Sinn, hier der Regierung den nötigen Spielraum zu lassen. Des weiteren besteht durch die EU-Regelung bereits Zeitdruck – die Regierung wird also unabhängig des von uns gewählten Instruments handeln müssen. Und drittens besteht auch künftig noch die Möglichkeit für Initiativen, z.B. falls sich ein Vorschlag abzeichnet, der aus unserer Sicht nicht den Familien zugutekommt. Hier wollten wir aber dem parlamentarischen Prozess nicht zuvorkommen.

Wie geht es weiter?

Im August 2021 wird die IG Elternzeit die Petition zum Grundlagenpapier dem
Landtagspräsidenten überreichen, damit diese in der Septembersitzung des Landtages behandelt werden kann. Wir hoffen dann, dass der Landtag die Petition der Regierung überweisen. Die Regierung wird dann mit der Ausarbeitung des Vernehmlassungsbericht beginnen und wir sind gespannt auf deren Vorschläge.

Trete jetzt mit uns in Kontakt!